Ideenmanagement als Wettbewerbsvorteil


Ideenmanagement hält Einzug in die Unternehmensstrategien und ist nicht nur für große Unternehmen ein wichtiges Instrument, sondern auch für den Mittelstand. Der Gedanke des Ideenmanagements besteht darin, Mitarbeiter aktiv in Prozessabläufe, Marketing, etc. einzubinden und diese zu optimieren.

Bringt dies etwas? Beteiligen sich die Mitarbeiter an solchen Programmen? Die Antwort ist eindeutig: JA! So berichtete die Zeit Online in einem Artikel vom November 2013 über den Einsatz von Ideenmanagement in Unternehmen. Zeit Online berichtete u.a. über das Ideenmanagement bei der BASF. Dort entwickelten drei Mitarbeiter in 2012 eine Optimierung der Anlagen, um im Sommer die Produktionsrate konstant halten zu können. Das Problem bestand in der Kondensation der Anlagen, gerade im Sommer bereitete diese Probleme und reduzierte somit die Produktionsleistung. Dank der findigen Idee der drei Mitarbeiter konnte dieses Problem gelöst werden und BASF hat von zusätzlichem Umsatz profitieren können. Die drei Mitarbeiter erhielten eine stattliche Prämie von 170.000 Euro für diese Optimierung.

Durch das Ideenmanagement hat BASF seine Wettbewerbsfähigkeit steigern und Prozesse optimieren können. Laut Angabe von BASF haben 12000 Mitarbeiter rund 19000 Ideen eingereicht. Einige der Ideen wurden umgesetzt und prämiert. Dies brachte dem Unternehmen Einsparungen von 33,2 Millionen Euro.

Die Bereitschaft der Unternehmen, Ideenmanagement in die Strategie zu integrieren, steigt. Das Deutsche Institut für Betriebswirtschaft ermittelte in einer repräsentativen Studie, dass bereits jeder dritte Angestellte an einem entsprechenden Programm teilgenommen hat. Weiter geht die Studie davon aus, dass die Wirtschaft mit einem Vorteil von 1,15 Milliarden Euro profitiert. Es zeigt sich jedoch auch, dass die Prämie für die Mitarbeiter im Durchschnitt mit 74 Euro gering ausfällt.

Ideenmanagement fördert Loyalität

Neben dem finanziellen Vorteil fördert das Ideenmanagement die Loyalität der Mitarbeiter zum Unternehmen. Es ist die Wertschätzung, die jedem einzelnen Mitarbeiter entgegen gebracht wird und die Motivation steigert. Zudem werden Neuerungen, die im Unternehmen selbst ausgearbeitet werden besser angenommen und umgesetzt als bei der Beteiligung externer Berater. Es ist das „Einer von uns“ Gefühl, dass dieses Verhalten unterstützt.
Ideenmanagement sollte daher nicht sporadisch eingesetzt werden, sondern ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur sein und als Führungsinstrument angewandt werden. Obwohl der Mittelstand dieses Instrument zunehmend für sich erkennt, hapert es hier noch an der systematischen Umsetzung.

Quelle: Zeit Online 11/2013

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